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Freiwillige Feuerwehr Brück - Stützpunktfeuerwehr

Vorschaubild

Ortswehrführer: C. Wendt

Platz der Jugend 2
14822 Brück GT Rottstock

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.ff-brueck.de/

Wer wir sind und was wir für Dich tun!

 

Wenn Du nachts die Sirenen in der Stadt hörst, hast Du Dich da jemals gefragt, was das für Dich bedeutet? Hast Du jemals daran gedacht, dass Deine Gesundheit oder Dein Hab und Gut gefährdet sein könnte, und dass Du jetzt ganz dringend Hilfe benötigst? Oder hast Du Dich eher geärgert, dass Du aus Deinen Träumen gerissen wurdest und nach dem Krach eine ganze Weile brauchst, um weiter zu schlafen? Oder bist Du dir in dem Moment genau im Klaren darüber, was wir tun?

 

Wir, das sind 34 Bürgerinnen und Bürger, die sich der Aufgabe angenommen haben, für ihre Mitmenschen da zu sein, wann immer sie gebraucht werden. Ganz egal ob bei Dir ein Feuer ausgebrochen ist, Du in einen Unfall verwickelt oder sonst irgendein Notfall eingetreten ist, stehen diese 34 Bürgerinnen und Bürger bereit, um Dir zu helfen.

 

Seit 1898 gibt es in der Stadt Brück eine Freiwillige Feuerwehr. Seit über 120 Jahren wird der Brandschutz in Brück von freiwilligen Helfern gewährleistet. Fuhren in den ersten Jahren noch Pferdefuhrwerke mit Handdruckspritzen zum Einsatz, verfügt die Freiwillige Feuerwehr Brück heute über modernste Fahrzeuge und Geräte zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung.

Mit unserem hervorragenden Ausbildungsstand und der genannten modernen Technik sind wir in der Lage, die meisten Einsatzszenarien abzuarbeiten, und damit für Sicherheit in der Stadt Brück und darüber hinaus zu sorgen.

 

Wir, das sind 34 Bürgerinnen und Bürger, welche den verschiedensten Gewerken entstammen. Welche die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Kenntnisse mitbringen, mit denen sie diese Feuerwehr ständig weiterentwickeln und voran bringen. Vom Landwirt bis zum Industriemechaniker, von der Verwaltungsangestellten bis zum Kfz Mechatroniker, vom Schüler bis zum Ingenieur finden sich viele verschiedene Charaktere in Deiner Freiwilligen Feuerwehr, die alle eines gemeinsam haben. Wir helfen, wann immer andere in Not geraten sind.

 

Wenn also mal wieder nachts die Sirene in der Stadt geht, weißt Du, dass es Menschen in Deiner Stadt gibt, die alles daran setzen werden, um Dein Hab und Gut, Deine Gesundheit, Dein Leben zu schützen und die immer und zu jeder Tageszeit für Dich da sind.

 

Vielleicht lassen Dich diese Worte einfach etwas beruhigter wieder einschlafen. Vielleicht schaust Du jetzt dem Feuerwehrauto mit anderen Gedanken hinterher, wenn wir mit Blaulicht und Einsatzhorn durch Brück fahren. Vielleicht findest Du für Dich einen Weg, wie auch du Dich auf Deine Weise für die Sicherheit in Brück einsetzen kannst. Vielleicht findest du sogar den Weg zur Freiwilligen Feuerwehr Brück.

 

Alle weiteren Information findet Ihr auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Brück.


Aktuelle Meldungen

Die Brücker Feuerwehren beim Hochwasser-Hilfeeinsatz in Rheinland-Pfalz

(27. 07. 2021)

Unser Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus war als Feuerwehrmann der Ortswehr Gömnigk mit im Hochwassereinsatz in Rheinland-Pfalz. Hier sein ganz persönlicher Bericht:

„Hat zufällig jemand Interesse an fünf Tagen Rheinland-Pfalz? Abfahrt morgen 18 Uhr, bis Sonntag.“ – so stand es Montagabend im Feuerwehrchat. Am nächsten Tag hieß es: verschiebt sich um einen Tag, Einsatzdauer vor Ort: 48 Stunden.

Acht Kameradinnen und Kameraden der Brücker und Gömnigker Ortswehren erklärten sich bereit und trafen sich am frühen Nachmittag am Gerätehaus in Brück-Rottstock, wo ihnen Amtsdirektor Marko Köhler persönlich ein gutes Gelingen wünschte. Danach ging es zum Sammelplatz am Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Beelitz-Heilstätten. Dort warteten 139 Helfer mit 37 Fahrzeugen auf das Abfahrtssignal. Zuvor verabschiedeten Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen, Landesbranddirektor Michael Koch, Landrat Wolfgang Blasig und Kreisbrandmeister Jens Heinze die Helfer.

Geführt wurde der Einsatz vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Andy Laube, Aufbruch war kurz nach halb sechs abends. Die Stimmung war freudig-angespannt: was würde uns erwarten? Jeder hatte bereits die Bilder in den Medien gesehen. Auf jeden Fall gigantische Zerstörungen. Außerdem gab es auch immer noch viele Vermisste…

Den ersten Daumen nach oben gab’s im Raum Niemegk, wo sich die zu Hause gebliebenen Kameraden auf eine Autobahnbrücke gestellt hatten und den Konvoi mit Blaulicht verabschiedeten. Dann ging der lange Ritt weiter. Gut 600 Kilometer, geschätzte Fahrzeit: 14 Stunden, Ankunft also zwischen 7 und 8 Uhr morgens.

Alle 200 Kilometer war ein Tankstopp durchzuführen, was sich erstaunlich effizient gestaltete: die Motorradstaffel erkundete die in Frage kommende Tankstelle. Dann wurde der gesamte LKW-Bereich gesperrt, sodass unsere Kolonne an allen Säulen gleichzeitig tanken konnte. An jeder Säule stand ein Helfer, der den Tank vollmachte und dann das nächste Fahrzeug heran rief. Ging sowieso alles auf eine Rechnung. Kurzer Sanitärstopp, eventuell einen Kaffee und weiter ging’s.

Am Nürburgring haben wir dann schnell unseren Bereitstellungsraum, sprich unser Camp, gefunden, Zelte aufgebaut, die Versorgung betriebsbereit gemacht, dann hatten wir etwas Pause. Das war auch bitter nötig, denn so manch einer hatte unterwegs kaum geschlafen. Doch schon schnell ging es in den ersten Einsatz.

Die Feuerwehren und Rettungswagen waren in drei Züge aufgeteilt worden und wurden Zug um Zug auf den 30 Kilometer langen Weg nach Bad Neuenahr-Ahrweiler geschickt. Dabei fuhren wir durch verschlafene Eifeldörfer, idyllisch und scheinbar fern jeglicher Katastrophe. In Ahrweiler, unserem Ziel, mehrten sich bei der Abfahrt ins Tal die Autos mit dicker Staubschicht, und unten angekommen sahen wir zum ersten Mal das ganze Ausmaß der Zerstörungen. Ich will das nicht weiter ausmalen, jeder kennt inzwischen die Bilder, aber um das „live“ zu sehen, ist nochmal etwas anderes.

Der Ort selbst war komplett verstopft mit Hilfsfahrzeugen: überall Trecker mit riesigen Anhängern, Radlader, Muldenkipper-LKW. Dazu nicht enden wollende Müll- und Schuttberge, zerstörte PKW aufgestapelt.

Wir haben mit unserem Zug Stellung in der Innenstad bezogen und einfach angefangen zu helfen: Schlamm schippen und mit Eimerkette nach draußen bringen, durchnässtes Mobiliar raustragen, stundenlang. Andere Helfer aus Kaiserslautern hatten gegenüber eine Essensausgabe aufgebaut, dort gab es den ganzen Tag kostenlos Erbsensuppe und Getränke, zum Feierabend haben wir uns dort kurz niedergelassen, bevor es zurück zum Nürburgring ging.

Kurze Nachbesprechung, dann auf die Feldbetten. Am nächsten Tag ging es bald nach dem Frühstück wieder los.

Heute stand ein Altenheim auf dem Programm. In der Flutnacht konnten die gehbeeinträchtigten Bewohner aus dem Erdgeschoss geradeso durch das Personal in Sicherheit gebracht werden, bevor dort das Wasser auf einen Meter fünfzig stieg.

Wir hatten den Auftrag, die Keller, die bis zur Decke unter Wasser gestanden hatten, zu beräumen. Der Boden mit einer Schlammschicht und teilweise einer Handbreit Wasser, ein leicht muffiger Geruch von Büchern, Möbeln, Fahrrädern und Familienalben, die tagelang im Dreckwasser gelegen hatten – keine besonders gesunde Arbeitsumgebung. Ausgeleuchtet wurden die Keller von der Feuerwehr und mithilfe von Notstromaggregaten, denn es gab weit und breit weder Wasser noch Strom aus der Wand.

Am Ende des Tages galt es, Kleidung und Gerätschaften zumindest grob zu reinigen, denn der Schlamm würde nach dem Trocknen hart wie Beton werden. Abschließend ging es wieder durch die unschuldige Eifellandschaft zum Nürburgring, zu unserer letzten Nacht dort. Die Einsatzleitung bedankte sich bei den Kameraden, es folgten noch ein paar Instruktionen für die Rückfahrt am nächsten Tage, und dann wurde es recht schnell recht still im Lager.

Die Rückfahrt verlief unspektakulär, wir hatten die Anhänger etwas klüger über die Zugfahrzeuge verteilt, sodass eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht werden konnte. An der Landesgrenze gab es dann noch Willkommensworte und ein Dankeschön – und als ungeplante Sondereinlage einen Chorgesang einer Gruppe Fußballfans, die zufällig zeitgleich dort eintrafen.

In Brück dann eine zweite Überraschung: die Daheimgebliebenen hatten eine Willkommensparty vorbereitet! Von einer „Schön, dass Ihr wieder da seid“-Girlande über Blaulichtstrobo bis zu einer zünftige Mahlzeit fehlte nichts. Große Klasse! Dann hieß es nur noch, persönliche Sachen sammeln und ab in die Falle. Und –nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz- am darauffolgenden Sonntag war Fahrzeug-Grundreinigung angesagt, denn der mutmaßlich kontaminierte Staub hing in jeder Ritze.

Zusammenfassend kann man sagen, wir haben Unfassbares gesehen, ein klein wenig helfen können, Kameradschaft gelebt – und die müden Knochen mal wieder ordentlich bewegt :)

PS: Bilder folgen

Foto zur Meldung: Die Brücker Feuerwehren beim Hochwasser-Hilfeeinsatz in Rheinland-Pfalz
Foto: Am Nürburgring

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